Seminare, Workshops und Vorträge
Für Lehrkräfte, pädagogische Teams und Fachkräfte, die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten und sich im Umgang mit herausforderndem Verhalten mehr Klarheit, Handlungssicherheit und tragfähige Beziehungen wünschen.
Seminare und Workshops im Überblick
Professioneller Umgang mit schwierigen Unterrichtssituationen
In diesem Seminar lernen Lehrkräfte, das Status-Konzept nach Keith Johnstone gezielt und wirksam für ihren Unterricht zu nutzen. Ausgangspunkt sind vier typische Verhaltensmuster, anhand derer die Teilnehmenden ihren eigenen „Status-Autopiloten“ reflektieren – insbesondere unter Stress und in Konfliktsituationen.
Ein besonderer Fokus liegt auf dem professionellen Umgang mit „schwierigen“ Schüler:innen und Statuskämpfen im Klassenzimmer: Wie erkenne ich Statusspiele, steige nicht in die „Statuswippe“ ein und reguliere meinen inneren wie äußeren Status bewusst – zwischen klarer Führung und wertschätzender Nähe?
Der Blick richtet sich dabei weg vom „störenden Kind“ hin zur gesamten pädagogischen Situation und Beziehungsdynamik. Die Teilnehmenden erhalten praxisnahe Werkzeuge, um Machtkämpfe, vorschnelles Strafen und Pathologisierung zu vermeiden, Störungen als mögliche Schutzstrategien zu verstehen und Grenzen klar sowie respektvoll zu setzen.
Ziel ist ein flexibler, professioneller und ethisch verantwortungsvoller Lehrstil, der Lehrkräfte auch in eskalierenden Situationen handlungsfähig macht und tragfähige Beziehungen stärkt.
Beziehungsaufbau mit Schülerinnen und Schülern mit Verhaltensauffälligkeiten
Wie gelingt Unterricht mit Kindern und Jugendlichen, die ständig provozieren, stören, „testen“ oder sich verweigern? Dieses Seminar zeigt, wie hinter auffälligem Verhalten nachvollziehbare innere Logiken und unerfüllte Grundbedürfnisse stehen – und wie Lehrkräfte gerade über diese Perspektive tragfähige Beziehungen aufbauen können. Statt vorschnell zu sanktionieren, lernen Sie, Verhalten als Bewältigungsstrategie („guter Grund“) zu verstehen und daraus pädagogisch wirksame Handlungsoptionen abzuleiten.
Anhand typischer Fallbeispiele werden innere Motive wie Selbstschutz, Selbstermächtigung, Opferhaltung, Misstrauen gegenüber Bezugspersonen oder negatives Selbstkonzept sichtbar gemacht. Sie erfahren, wie Tests von Schülerseite („Was bist du für ein Lehrertyp?“), Images („Sie haben mir gar nichts zu sagen“) oder provokante Rollenbilder als Beziehungsangebote gelesen und konstruktiv beantwortet werden können – ohne in Machtkämpfe, Beschämungen oder Eskalationsspiralen zu geraten.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf konkreten, alltagstauglichen Strategien des Beziehungsaufbaus:
- Arbeiten mit dem Konzept des „guten Grundes“ hinter Verhalten
- Deeskalierende, klare und grenzsetzende Kommunikation
- Professioneller Umgang mit Tests, Projektionen und Machtkämpfen
- „Expertenrolle“ und komplementäre Beziehungsgestaltung: Schüler in ihren Interessen ernst nehmen, Beziehungskredit aufbauen
- Sensibler Umgang mit unterschiedlichen Persönlichkeitsstilen (ängstlich, narzisstisch, selbstunsicher, borderline etc.)
Die Teilnehmenden erhalten praxisnahe Werkzeuge, um
- auffälliges Verhalten besser zu verstehen und vorherzusehen,
- die fehlenden Fertigkeiten hinter dem Verhalten zu erkennen,
- Grenzen klar, aber beziehungsorientiert zu setzen
und so eine Unterrichtsatmosphäre zu schaffen, in der auch „schwierige“ Schüler Beziehung, Struktur und Wertschätzung erfahren – ohne dass die Lehrkraft sich aufreibt.
Emotionale und soziale Entwicklung von Schüler:innen professionell begleiten
Das Seminar bietet praxisnahe Unterstützung für Lehrkräfte aller Schulformen im Umgang mit Schüler:innen mit dem Förderschwerpunkt Emotionale und soziale Entwicklung. Im Mittelpunkt stehen grundlegendes Hintergrundwissen zu relevanten Störungsbildern, die professionelle Analyse herausfordernder Situationen sowie konkrete, im Schulalltag umsetzbare Handlungsstrategien.
Die Teilnehmenden arbeiten mit einem Ansatz, der herausforderndes und „verstörendes“ Verhalten von Kindern und Jugendlichen nicht vorschnell bewertet, sondern im Kontext von Biografie, Lebenssituation und Entwicklungsstand versteht. Anhand von Fallbeispielen werden gemeinsam Strategien zur Beziehungsarbeit, zum Umgang mit schwierigen Verhaltensweisen und zur gezielten Förderung emotionaler und sozialer Kompetenzen erarbeitet.
Die Teilnehmenden lernen unter anderem, wie sie …
- Verhaltensweisen professionell beobachten, einordnen und dokumentieren,
- deeskalierend reagieren und klare, tragfähige Regeln etablieren,
- Beziehungen gestalten, die Sicherheit geben und Lernen ermöglichen,
- mit Eltern, dem Kollegium und außerschulischen Fachkräften konstruktiv zusammenarbeiten.
Das Seminar richtet sich an Lehrkräfte, die ihre Handlungssicherheit im Umgang mit Schüler:innen mit herausforderndem Verhalten und dem Förderschwerpunkt Emotionale und soziale Entwicklung stärken möchten.
Ziel ist es, Lehrkräfte zu befähigen, schwierige Verhaltensweisen differenziert zu deuten, darauf aufbauend passende Förder‑ und Unterstützungsmaßnahmen zu entwickeln und ihre pädagogische Handlungsfähigkeit in belastenden Situationen nachhaltig zu stärken – für eine lernförderliche, wertschätzende Klassen- und Schulkultur.
Konstruktive Gespräche mit „schwierigen“ Persönlichkeiten
In Gesprächen mit Eltern, im Kollegium oder mit Vorgesetzten stoßen wir immer wieder an unsere Grenzen. Besonders Elterngespräche können schnell emotional werden und stark belasten: Vorwürfe, Angriffe, auf die man sprachlos bleibt, das Gefühl von Ohnmacht, weil gut gemeinte Empfehlungen nicht umgesetzt werden, oder Eltern, die ein Problem nicht wahrhaben wollen – und mittendrin Sie, mit dem Anspruch, professionell, klar und zugleich empathisch zu bleiben.
Anhand der Transaktionsanalyse zeigt das Seminar, wie Sie solche Gesprächssituationen besser verstehen und aktiv steuern können. An vielen praxisnahen Beispielen üben die Teilnehmenden, unterschiedliche „Ich-Zustände“ zu erkennen (Wer spricht gerade – das Eltern-Ich, das Kind-Ich oder das Erwachsenen-Ich?) und typische Eskalationsmuster zu durchschauen, zu unterbrechen und in einen konstruktiven Austausch zu überführen.
Durch zahlreiche Beispiele lernen die Teilnehmer wie man unproduktive Gesprächsmuster in eine lösungsorientierte Richtung lenkt, wie man sich gegen Angriffe schützt und die eigene Meinung so vertritt, dass sie auch ankommt. Ziel ist, dass Sie Elterngespräche klar, sicher und zugleich empathisch gestalten – auch dann, wenn es emotional oder konfliktreich wird.
Umgang mit den „roten Knöpfen“ – Trigger erkennen, Muster verstehen, professionell reagieren
Jede Lehrkraft kennt Situationen, in denen ein Satz oder Verhalten von Schüler:innen „die Taste drückt“ – und plötzlich reagieren wir heftiger, als wir eigentlich wollen. Diese persönlichen Trigger („rote Knöpfe“) sind eng mit unserer Biografie, unseren Beziehungserfahrungen und Persönlichkeitsstilen verknüpft. Im Seminar lernen Lehrkräfte, eigene Triggerpunkte zu erkennen, Übertragungs- und Gegenübertragungsprozesse zu verstehen und typische Bewältigungsmuster (Kampf, Flucht, Freeze) zu reflektieren.
Auf dieser Basis entwickeln wir eine Haltung, die sich an der Leitidee orientiert: „Kinder machen ihre Sache gut, wenn sie können.“ Auffälliges Verhalten wird so nicht nur als Störung, sondern als Kommunikationsversuch lesbar. Ziel ist es, in belastenden Situationen innerlich handlungsfähig zu bleiben, Manipulationsdynamiken zu durchschauen und deeskalierend zu wirken.
Im Seminar werden u. a. folgende Inhalte vermittelt:
- Begriffsklärung „rote Knöpfe“: persönliche Triggerpunkte erkennen und benennen
- Wie Trigger entstehen: biografische Hintergründe, neuronale Netzwerke, Kindheitserfahrungen
- Übertragung und Gegenübertragung in Lehrer–Schüler-Beziehungen
- Persönlichkeitsstile als biografische „Anpassungsleistungen“: Ressourcen und Fallstricke im Berufsalltag
- Typische Beziehungsmotive (Anerkennung, Wichtigkeit, Verlässlichkeit, Solidarität, Autonomie, Grenzschutz)
- Verdeckte Strategien und Bewältigungsmuster: Kampf, Flucht, Freeze/Unterwerfung
- Images, Tests und „Spiele“ im pädagogischen Alltag: Wie wir (uns) gegenseitig manipulieren
- Haltungsarbeit: Vom „Sie wollen nicht“ zum „Sie können (noch) nicht“
- Auffälliges Verhalten als Kommunikationsversuch verstehen statt als reine Störung
- Konkrete Strategien im Akutmoment: innehalten, Trigger bemerken, Deeskalation statt Machtkampf
- Entwicklung einer professionellen, beziehungsorientierten Lehrer:innenrolle
- Transfer in den Schulalltag: persönliche Trigger-Landkarte, Selbstfürsorge und kollegiale Reflexion
Das Seminar bietet kompakte theoretische Impulse, Selbstreflexion, Fallarbeit aus dem Schulalltag und praxisnahe Strategien, um im Kontakt mit schwierigen Schüler:innen gelassener, klarer und beziehungsorientierter zu handeln.
Schemapädagogik im Alltag
Dieses Seminar vermittelt Grundlagen der Schemapädagogik und zeigt, wie schematherapeutische Erkenntnisse praxisnah in Schule und Schulsozialarbeit umgesetzt werden können. Im Mittelpunkt steht die Beziehungsarbeit: Teilnehmende lernen, wie durch achtsame Beobachtung und den Aufbau verlässlicher, korrigierender Beziehungen Vertrauen gefördert und Lerngelegenheiten eröffnet werden. Anhand konkreter Fallbeispiele und leicht anwendbarer Materialien (Arbeitsblätter, Fragebögen, Interventionsbausteine) werden alters‑ und kontextgerechte Strategien zur Modus‑ und Schemabearbeitung vorgestellt und auf die Übertragung in den Schulalltag hin geplant. Das Seminar zeigt praxisnahe Wege zur nachhaltigen Stärkung von Ressourcen und erklärt gleichzeitig die Abgrenzung zur klinischen Diagnostik.
Die Teilnehmenden erfahren,
- wie problematische Verhaltensweisen aus biografischen Erfahrungen und unbefriedigten Grundbedürfnissen entstehen,
- wie sie mit Hilfe von Schemamodi schwierige Situationen im Schulalltag besser einordnen können,
- welche beziehungs‑ und haltgebenden Strategien im Umgang mit betroffenen Kindern hilfreich sind,
- wie sie ihre eigene professionelle Haltung reflektieren und Ressourcen im Klassenteam stärken können.
Durch praktische Methoden, die sofort im Unterricht oder in der Schulsozialarbeit einsetzbar sind, erhalten Lehrkräfte konkrete Handlungsimpulse im Umgang mit Kindern mit Verhaltensauffälligkeiten.
Konditionen für Seminare und Workshops
Bei mir sind Seminare und Workshops inhaltlich eng verwandt und beide stark interaktiv:
- Seminare bieten fundierten Input und strukturierte Reflexion zur nachhaltigen Kompetenzentwicklung,
- Workshops sind handlungsorientiert und auf konkretes Ausprobieren ausgerichtet.
In beiden Formaten kombiniere ich fachliche Inputs mit Fallanalysen, Übungen, Peer‑Feedback und moderierten Transferphasen.
Gern bespreche ich mit Ihnen, welches Format Ihre Ziele am besten fördert.
Ihre Investition
- Halbtägige Seminare und Workshops (ca. 3,5 Stunden): 500 Euro zzgl. USt., zzgl. Reisekosten
- Ganztägige Seminare und Workshops (ca. 7 Stunden): 800 Euro zzgl. USt., zzgl. Reisekosten
Nehmen Sie gern Kontakt mit mir auf – ich erstelle Ihnen ein individuelles Angebot.
„Besonders berührt hat mich der Grundgedanke, dass Kinder die Dinge gut machen, wenn sie es können.“
Janet Heil, Seminarteilnehmerin, Förderzentrum Riesa mit dem Förderschwerpunkt Lernen
Beispiele für Vortragsthemen
Begegnung, die wirkt: Wie Beziehung Störungen reduziert
Gezielte, verlässliche Beziehungsangebote reduzieren Störungen nachhaltig und schaffen Raum für Lernen. Praktische Angebote, die Sie sofort im Unterricht einsetzen können.
Verhalten lesen – Intervention zielgerichtet wählen
Erkennen Sie die Funktion hinter dem Verhalten und wählen Sie gezielte Maßnahmen statt Trial‑and‑Error. So sparen Sie Zeit und erreichen stabilere Verbesserungen.
Machtkämpfe vermeiden, Sicherheit herstellen
Konkrete Gesprächssequenzen und einfache Routinen, die Eskalationen verhindern und die Klasse schnell beruhigen. So bewahren Sie Autorität und schützen zugleich Beziehung und Sicherheit.
Das Gegenteil nutzen: Clevere Interventionen gegen provozierendes Verhalten
Mit gezielter Überzeichnung entziehen Sie Provokationen ihre Wirkung und fördern freiwillige Verhaltensänderung. Effektive Technik für herausfordernde Situationen – respektvoll, deeskalierend, schnell wirksam.
Nicht persönlich nehmen: Wenn Schüler:innen Vergangenes projizieren
Erkennen Sie eigene Gegenreaktionen früh und nutzen Sie Selbstreflexion sowie Supervision, um reaktive Eskalationen zu vermeiden. Das stärkt Ihre Belastbarkeit und ermöglicht verlässlichere Beziehungsangebote.
Konditionen für Vorträge
Wir stimmen im Vorfeld der Veranstaltung Ziel und Format des Vortrags ab. Möglich sind sowohl Vorträge in Präsenz als auch online:
- Impulsvortrag
Kurzer, pointierter Vortrag mit klarer Kernbotschaft.
Dauer: ca. 15 bis 30 Minuten - Keynote
Inspirierender Vortrag als Auftakt oder Höhepunkt einer Veranstaltung. Dauer: ca. 30 bis 45 Minuten - Klassischer Vortrag
Strukturierter Vortrag mit fundierter Einordnung des Themas. Dauer: ca. 45 bis 60 Minuten - Vertiefender Fachvortrag
Intensive Auseinandersetzung mit einem Thema, mit Hintergründen und Kontext – geeignet für Fachpublikum oder im Rahmen von Weiterbildungen.
Dauer: ca. 60 bis 90 Minuten
Ihre Investition
- Impulsvorträge ab 200 Euro
- Keynote ab 300 Euro
- Klassischer Vortrag ab 400 Euro
- Vertiefender Fachvortrag ab 500 Euro
Alle Preise zzgl. USt, zzgl. Reisekosten.
Nehmen Sie gern Kontakt mit mir auf und ich erstelle Ihnen ein individuelles Angebot.
Martina schafft durch ihre Haltung einen Raum, …
… in dem Lernen, Nachdenken und Weiterentwicklung möglich werden.
Im Januar habe ich an Martina Winklers Seminar „Sozial-emotionale Auffälligkeiten hinterfragen und angemessen reagieren“ in Leipzig teilgenommen. Als Lehrkraft an einem Förderzentrum bin ich mit großer Vorfreude angereist – und sehr bereichert zurückgefahren.
Ihre freundliche, lebensbejahende Art und Ihre wertschätzende Haltung gegenüber Kindern haben mich von Beginn an angesprochen. Besonders berührt hat mich der Grundgedanke, dass Kinder die Dinge gut machen, wenn sie es können. Diese Haltung zieht sich spürbar durch ihre Arbeit.
Die Verbindung aus verstehender Pädagogik, praxisnahen Methoden, Rollenspielen und Videoanalysen war sehr gelungen und hat mir viele neue Impulse für meinen Schulalltag gegeben. Vor allem die Bedeutung von Beziehung und korrigierender Beziehungsarbeit nehme ich nachhaltig mit. Auch Methoden wie die Schallplattenmethode wurden anschaulich, humorvoll und alltagsnah vermittelt.
Vielen Dank für diese inspirierende, herzliche und fachlich sehr wertvolle Weiterbildung.
Mein Angebot ist so individuell wie Ihre Anforderungen
Die auf dieser Seite beschriebenen Themen für Seminare, Workshops und Vorträge dienen als Orientierung und Inspiration. In einem persönlichen Kennenlerngespräch klären wir gemeinsam, welches Format, welcher Schwerpunkt und welcher Zuschnitt für Ihre Zielgruppe und Ihren Rahmen passend sind. Mir ist wichtig, dass wir gemeinsam ein Angebot entwickeln, das inhaltlich, methodisch und organisatorisch zu Ihren Anforderungen passt.